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Zeittafel zur Geschichte des Kreisarchivs Schmalkalden-Meiningen
von 1954 bis 1994 - Teil I

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Gemäß der AO der Regierung der DDR zur Einrichtung von Stadt- und Kreisarchiven vom 26. Februar 1951 (Ministerialblatt Nr.9 vom 6.3.1951) ist auch zu Beginn der 50er Jahre beim Rat des Kreises Meiningen die Bildung eines Kreisarchivs vorgesehen.
Bis Dezember 1954 zieht sich die eigentliche räumliche Unterbringung und personelle Besetzung hinaus. Erster schriftlicher Nachweis zur Einrichtung des Kreisarchivs vom 16. Dezember 1954 (Quelle: Thüringisches Staatsarchiv Meiningen, Bezirkstag/Rat des Bezirkes Suhl, Nr.139). Der ehemalige Mitarbeiter des Rates des Kreises Meiningen Adolf Ansorg erhält die Stelle des Kreisarchivars.
1955 bis 1957 Übernahme der weitgehend unbetreuten Gemeindebestände der Gemeinden des Kreises Meiningen in das Kreisarchiv.
Ende der 50er Jahre erfolgte die Ordnung und Verzeichnung der Aktenbestände.
Januar 1960 Unterstützung des Kreisarchivars Adolf Ansorg durch Ottilie Knauer.
1960Überführung der Bestände des Stadtarchivs Wasungen und Römhild in das Kreisarchiv.
1. Mai 1961 Adolf Ansorg erhält die Zuerkennung des Prädikats "Staatlich geprüfter Archivar" durch die Fachschule für Archivwesen Potsdam. Er verfolgt das Ziel, das Kreisarchiv Meiningen zum größten Kommunalarchiv in der Region Südthüringen aufzubauen.
1969Das Stadtarchiv Meiningen wird ebenfalls vom Kreisarchiv Meiningen übernommen.
Anfang der 70er JahreZusammenschluss der in Meiningen ansässigen Archivare aus Betrieben und Einrichtungen unter Leitung des Kreisarchivars zu einer Schrittmacherbrigade der Betriebs- und Verwaltungsarchivare. Diese Arbeitsgemeinschaft entwickelt Bekanntheit über die Kreisgrenzen hinaus.
1971Herausgabe der gedruckten Bestandsübersicht "Das Kreisarchiv und seine Bestände" in 3 Bänden. Als erster Kreisarchivar in der DDR gelingt es Adolf Ansorg, eine gedruckte Bestandsübersicht für die Bestände des Kreisarchivs vorzulegen.
April 1976Nach Vollendung des 75. Lebensjahres scheidet Adolf Ansorg als Archivleiter aus.
1976 bis 1991Die Nachfolge übernimmt Thea Lang. Als Kreisarchivarin ist sie bemüht, die Erfassung und Übernahme der Behördenakten des Rates des Kreises Meiningen und der Gemeinden des Kreises weiter voran zu treiben.
1990Mit der politischen Wende in der DDR erlangt das Stadtarchiv Meiningen wieder seine Selbstständigkeit. Mit Karin Köhler erhält das Stadtarchiv nunmehr eine eigene Archivarin.
1990 erfolgt im Kreisarchiv ebenfalls eine personelle Neubesetzung. Elke Schwerda und Angelika Hoyer übernehmen die vielfältig gewordenen Archivaufgaben gemeinsam. Es besteht ein großer Nachholbedarf in Sachen Regionalgeschichte. Alle Gemeinden setzen zur Erforschung der Ortsgeschichte ABM-Kräfte als Ortschronisten ein. Diese werden regelmäßig durch die Archivare geschult.
Anfang der 90er Jahre beginnt ein grosser Ansturm auf die Staats- und Kommunalarchive, hervorgerufen durch:
  • Rehabilitierung von ehemaligen Vertriebenen und Zwangsausgesiedelten
  • Eigentumsnachweise und Klärung offener Vermögensfragen
    Das Kreisarchiv legt Augenmerk auf die Quellensicherung der "Wende 1989 in Meiningen".
    Gleichzeitig beginnt Elke Schwerda mit der Neuinventarisierung der Kreisarchivbibliothek und führt diese Aufgabe jährlich weiter. Bis heute umfasst die Bibliothek 4.020 Bände.
1992 / 93Die Raumnot im Kreisarchiv wird zum Problem. Als Ausweichmöglichkeit übergibt die Stadtverwaltung einen Büroraum als Magazin. Im Verwaltungsgebäude des Landratsamtes, Marienstraße 10 wird ein Verwaltungsarchiv mit Holzregalen provisorisch ausgestattet.
Juli 1993Anlässlich des Stadtfestes in Meiningen organisieren alle 3 im Bibrabau untergebrachten Archive erstmalig Archivführungen. Dieses Angebot wird von einer breiten Öffentlichkeit mit großem Interesse genutzt.
Oktober 1993Nach 84 Jahren findet wieder ein Thüringer Archivtag in Meiningen statt. Aus diesem Anlass zeigt auch das Kreisarchiv Schätze aus seinen Archivbeständen. Ein Archivführer wird erarbeitet.
November 1993 Das Kreisarchiv eröffnet eine Fotoausstellung zum Thema "Aufbruch zur Wende - Herbstdemos 1989 in Meiningen". Über 600 Besucher aus Meiningen und Umgebung folgen der Einladung.
01.07.
1994
Im Zuge der Gebietsreform werden die Landkreise Meiningen und Schmalkalden bis auf Ausnahmen zu einem Kreis zusammengeschlossen. Die Firmierung des Kreisarchives lautet fortan "Kreisarchiv Schmalkalden-Meiningen". Die nunmehr bestehenden Kreisarchive Schmalkalden, Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen einigen sich in Auswirkung der Gebietsveränderungen dahingehend, dass die neuen Kreisgrenzen auch die Zuständigkeiten für die Kreisarchive bestimmen.
Dezember 1994In Folge der Kreisfusion Schmalkalden und Meiningen wird Angelika Hoyer mit dem Aufbau eines Behörden- und Krankenblattarchivs im Sitz des neuen Landratsamtes, Jerusalemer Str. 13 beauftragt. Im Haus III werden erste Magazinräume im Kellergeschoss mit einfachen Regalen ausgestattet. Die Sortierung und Archivierung der Krankenakten im Krankenblattarchiv übernimmt Frau Brigitte Rickes. Bis zum Jahr 2002 werden u.a. die Krankenblätter der Polikliniken Schmalkalden und Meiningen, der Meininger Kliniken gGmbH in 25 AB-Maßnahmen bearbeitet. Der Umfang umfasst 1.200 Ifm. Patientenakten.
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